Erziehung, Leben, Ökonomie, praktische Philosophie
Die Mitteilung wichtiger Ding muss so verständlich wie möglich sein.
Wenn es beispielsweise um so entscheidende Probleme wie die katastrophal niedrigen Geburtenraten in den entwickelten Industrieländern geht, sollte so verständlich und übersichtlich wie möglich argumentiert werden.
Was fördert das Verständnis?
- eine klare, übersichtliche und folgerichtige Gliederung des Textes
- aussagekräftige Überschriften
- bildhafte Darstellungen
- ein abwechslungsreicher, verständlicher, einprägsamer Sprachstil
- der Einsatz von Stielmitteln, wie Vergleiche, Bilder, Wiederholungen …, wenn sie dem Verständnis dienen
- Fremdwörter und Fachsprache vermeiden und wenn unvermeidlich, sofort erklären
- zuverlässige, klare, vollständige Angabe von Quellen, um die Überprüfbarkeit und Vertrauenswürdigkeit herzustellen
- Zusammenfassungen am Anfang, die dem Leser ermöglichen, zu entscheiden, ob der Inhalt ihn interessiert
Erziehung, Wissenschaft
Ich stieß auf eine alte Ausgabe von Newtons Universal Arithmetick: OR, A Treatise OF ARITHMETICAL Compositon and Resolution. [sic!]
Hier ist ein Beispiel des Formelsatzes auf Seite 18 des alten Buchs. Ich verstehe, dass Mathematiker und Physiker fast besessen sind von der Vorstellung eines „perfekten“ Formelsatzes. Aber das hier hat auch einen gewissen Charme:

Erziehung
Das Aufschieben schwerer Aufgaben ist ein allgemeines Übel. Hier kommt die Lösung:
Fünf Minuten Stückchen: Die Zeit wird in Scheibchen von fünf Minuten geschnitten. Man nimmt sich immer nur eine „Salamischeibe“, eine „Fünfminutenscheibe“ vor. Danach ist man frei aufzuhören, wenn man will.
Das Prinzip ist – teile und herrsche, oder die Salamitaktik, oder einen hohen Berg besteigt man mit kleinen Schritten.
Alles was man sich merken muss, ist „fünf“.
Erziehung
Nicht das einfache Wiederholen, sondern es lernen zu lernen, ist das Geheimnis.
Gute Gewohnheiten zu formen, Methoden schnell und umfassend die besten Informationen zu finden, sie effizient, d. h. wirksam und zielgerichtet auszuwerten, das alles ist oft wichtiger, als sich Lernstoff gewaltsam einzutrichtern.
Der Stoff veraltet rasch und außerdem dauert seine Aneignung ohne eine gute Lerntechnik zu lange, ist mühsam und nicht sehr erfolgreich. Eine gute Lern- und Arbeitstechnik hält ein Leben lang vor und wird im Laufe der Zeit verfeinert, angepasst und ausgebaut.
Ein Beispiel für eine gute Lerntechnik ist:
- Bilder für abstrakte Inhalte finden
- die Bilder verbinden
- die Verbindungen möglichst drastisch ausmalen, phantastische Geschichten entwickeln
Diese Methode, Bilder und Vorstellungen, sinnliche Eindrücke in der Phantasie möglichst dramatisch und dadurch „merkwürdig“ mit Lernstoff zu verknüpfen, fußt auf unserem Leben in der Welt. Im Alltag haben wir es auch nicht mit abstrakten Einzeldingen oder theoretischen Sachverhalten zu tun. Vielmehr umgeben uns vertraute, sinnliche Dinge mit konkreten Eigenschaften, wir Farben, Gerüche, Tastempfindungen, deren Zwecken und räumlich, zeitliche Relationen. Hinzu kommen als Akteure Lebewesen und besonders unsere Mitmenschen, die mit ihren Befindlichkeiten, Stimmungen und sozialen Verknüpfungen eine große Rolle im wirklichen Leben spielen und die wir so auch in Lernstoffe phantasievoll einbauen können, um sie besser im Gedächtnis zu behalten.
Ein weiterer guter Trick, mit dem man gegen die Vergessenskurve arbeiten kann, ist es, kurz nach dem Lernen, ungefähr 15 Minuten danach, noch einmal alles zu wiederholen.
Und das, was traditionell ebenso gemacht wird, nämlich ausdauernd arbeiten, ist ebenfalls ein Erfolgsfaktor und durch elegante Techniken nicht zu ersetzen. Gute Lern- und Arbeitstechniken machen den Einsatz an Zeit und Energie aber wirksamer.
Videos und Audiobeiträge zum „Lernen lernen“ gibt es u.a. hier
Erziehung, Wissenschaft
Vorlesungen ins Internet gestellt, breiten sich aus. Im September konnte ich als Beispiel das MIT nennen.
Seit gestern (13.01.2009) sind deutsche Vorlesungen über iTunes verfügbar.
Apple arbeitet mit vier Universitäten zusammen:
Die Vorteile sind klar.
- Studenten können die Vorlesungen nachbereiten.
- Für die Dozenten ist die Veröffentlichung als Podcast ein Anreiz noch besser zu sein.
- Die Öffentlichkeit kann die Qualität der Darbietungen beurteilen.
- Auch Nicht-Studenten können sich über interessante Themen informieren.
Erziehung, Evolution, praktische Philosophie, Wissenschaft
Dem konservativen, im Grunde reaktionären „früher war alles besser“ gebe man zu bedenken, dass von Generation zu Generation die Menschen intelligenter werden. Das mag sich in den allerletzten Jahren etwas abschwächen. Der Effekt wurde von dem neuseeländischen Politologen James R. Flynn beschrieben.
Es drängt sich manchmal bei der Rede von der guten alten Zeit der Verdacht auf, dass lediglich der Redner damals besser in Schuss war und heute einige Zeichen von Verfall am eigenen Körper und Geist zeigt.