Erziehung, Evolution, Leben, Religion
Unbedingter Respekt vor menschlichem Leben schwindet an den Enden. Gegenüber gerade gezeugtem Leben und gegenüber alten Menschen schwindet die Achtung, der Schutz und die Liebe.
Ich denke das ist eine verhängnisvolle Tendenz. Alte Menschen sollten nicht in Institutionen abgeschoben werden und Embryonen oder Feten dürfen nicht getötet werden. Aus diesem Grund, dem unbedingten und einschränkungslosen Schutz des ganz jungen, des ganz alten und des menschlichen Lebens überhaupt, sollten sich auch unnatürliche Empfängnismethoden verbieten. Weiterhin muss die Familie als natürlicher Entstehungsort des Lebens stärker respektiert, geschützt und unterstützt werden. Und die Familie sollte auch der natürliche und selbstverständliche Ort des Alterns und Sterbens sein.
Zugegeben, hier denke ich katholisch.
Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 52: Charta der Familienrechte
Instruktion Dignitas Personae über einige Fragen der Bioethik
Erziehung, praktische Philosophie
In der Erziehung aber auch in Wirtschaft und Politik wird Autorität erwartet und häufig vermisst.
Zwei Formen mit Übergängen sind deutlich, zum einen die echte, natürliche Autorität, zum anderen die formale, aufgesetzte, äußerliche und nicht wirklich mit der jeweiligen Person verbundene.
Die aufgesetzte oder gar angemaßte Autorität fällt sofort weg, wenn das Amt, die Funktion verschwindet. Zudem haben Menschen ohne wirkliche innere Führungsqualitäten das Problem, dass äußerer Anspruch und innere Wirklichkeit auseinander klaffen. Die Rolle bleibt aufgesetzt, ist angemasst, wirkt gespielt und unnatürlich. Es passt einfach nicht zusammen, einerseits ein schwacher, kleiner Mensch und dann auf der anderen Seite eine große, mächtige Rolle. Das sind dann immer mehr oder weniger deutliche Fehlbesetzungen, die Hosen sind zu lang, die Jacken zu weit. Und leider sind die, die das kritisieren und auf den sichtbaren Widerspruch deuten, selbst oft nicht in der Lage die Sache besser und richtig zu machen.
Innere, echte Autorität beruht auf Stärke. Stärke des Menschen, Sachverstand, Erfahrung, Fähigkeiten. Wahre Autorität braucht die äußeren Machtzeichen nicht und verzichtet sogar besser darauf, um Verwechslungen mit bloss angemaßter Autorität noch weiter auszuschließen.
Natürlicher Autorität wird Liebe, Anerkennung, Respekt entgegengebracht, ohne dass sie darauf besonderen Wert legen würde.
Und noch eines, ja etwas Wesentliches: wirkliche Autorität kann und will sich neben- und unterordnen. Sie will nicht unbedingt „führen“. Wenn sie führt, kommt das quasi von ganz alleine und sogar, wie Platon in der Politeia beschreibt, gegen ihren Willen.
Die ganzen Eliteschulen und elitären Verbände und Verbindungen sind dagegen schlicht unangemessen. In ihnen soll vorgeblich die Führungspersönlichkeit erzogen werden, es sollen Menschen gebildet werden, die „Verantwortung“ übernehmen wollen usw..
Das scheint doch sehr abgeschmackt, denn zum guten Teil sind die Zöglinge arrogante Tröpfe, deren Anmaßung und Selbstüberschätzung nur noch weiter ins Bizarre gesteigert wird.
Dagegen: nicht jeder kann und soll führen, die Mehrheit muss auf die eine oder andere Weise sich auch unterordnen und viele menschlichen Verhältnisse finden auf Augenhöhe statt, ohne Über- und Unterordnung. Weiter kann Führung und wirkliche Autorität schnell und situationsweise wechseln.
Allen Besuchern von „Eliteschulen“, von ambitionierten Vereinen und Parteien, die so gerne „Verantwortung“ übernehmen wollen ist hier deutlich empfohlen: lernt Stiefelputzen.
Die Fusswaschung in der katholischen Tradition ist ein richtiger Ansatz, auch wenn sie zur Geste verkommen ist und das vorgebliche „Dienen“ nur eine Bemäntelung eigentlichen Herrschens oder zumindest sich Durchfütternlassens wurde.
Ernährung, Erziehung, Evolution, Gesundheit, Leben, Ökonomie, praktische Philosophie, Prävention, recht
Für jede Gemeinschaft ist eine gesunde Bevölkerungsentwicklung grundlegend. Wo die Menschen fehlen, gibt es keine Gemeinschaft mehr. Meine Vorschläge wären deshalb:
Die Kinderfreundlichkeit müsste erhöht werden, und die Zahl der Kinder pro Frau sollte wachsen.
Politik hat zwar keinen direkten Einfluss auf die Familienplanung oder sollte ihn zumindest nicht haben. Doch die Rahmenbedingungen für kinderreiche Familien, auch und gerade bei Menschen mit höheren Einkommen und einer akademischen Ausbildung, könnten um Vieles besser sein.
Über einige Massnahmen sollte man vielleicht nachdenken:
- Kinderwahlrecht, treuhänderisch durch die Eltern ausgeübt
- Senkung der jeweiligen Einkommenssteuer um 10% pro Kind
- Bezahlung der Erziehungs- und Hausarbeit für Frauen die zuhause bleiben und zwei oder mehr Kinder haben.
- Stärkung der Familien und ihrer erzieherischen Aufgaben und keine vermehrte Vergesellschaftung und Verstaatlichung der Erziehung, keine überwiegende Auslagerung der Erziehung in soziale Einrichtungen wie Krippen, Kindergärten, Schulen, Internate …
- Keine Ganztagsbetreuungen, der Nachmittag gehört der Familie, den Freunden … Vormittags ist Kindergarten und Schule und Nachmittags erzieht die Familie …
- Wirkliche Chancengleichheit aller Kinder und Jugendlichen – der Slogan „reiche Eltern für alle“ trifft das sehr gut. Soziale Hürden müssen vollständig niedergerissen werden. Bei der Bewertung der schulischen und universitären Leistung dürfen der Geldbeutel der Eltern, Schichtzugehörigkeit usw. nicht die geringste Rolle spielen. Beim Zugang zu höheren Bildungseinrichtungen sollten allein die Begabung und Leistungsbereitschaft zählen.
- Förderung der Familiengründung schon bei Studenten während des Studiums durch großzügige finanzielle Unterstützung …
- Eine echte Bildungsoffensive auf allen Ebenen, denn unsere wichtigste, nicht nur wirtschaftliche, Grundlage sind gut erzogene, gebildete, leistungsbereite und leistungsfähige junge Menschen
- Wirksamer Schutz von Kindern und Jugendlichen vor verderblichen Einflüssen, vor Drogen, vor kultureller Dekandenz, vor körperlichen Schäden und seien es ein Mangel an Bewegung, Fehlernährung und andere gesundheits- und entwicklungsschädigende Einflüsse
- Im Körperlichen der Schutz und die Förderung eines natürlichen Schamgefühls und einer strengen Sittlichkeit
- Alle Möglichkeiten der Staatsgewalt zur Ausschaltung jugendgefährdender Einflüsse müssten tatsächlich eingesetzt werden. Das Ziel müsste sein, binnen eines Jahres:
- Freiheit von Drogen und Drogenhandel, Drogenkriminalität
- Beseitigung jeglicher Prostitution
- Sittlichkeit und Anstand an Stelle einer Sexualisierung aller Lebensbereiche und der Instrumentalisierung von Sexualität zu Werbezwecken
- Entschlossenes Durchgreifen gegen jede Form der Kriminalität, auch der Jugendkriminalität
- Ausschaltung von Zerstreuung und „Entertainment“ zugunsten produktiver Leistungen und eigener künstlerischer Entwicklung
Erziehung, Evolution, Gesundheit, Leben, praktische Philosophie, recht, Religion
Auflösung, Niedergang, Dekadenz sind die Zeichen der Gegenwart.
Besonders die Auflösung der Familien, das Auseinanderfallen der Generationen und das reihenweise Zerbrechen selbst der Kleinst- und Rumpffamilie sind zersetzend für unsere Gemeinschaft.
Die demographische Katastrophe ist bereits mit einer Geburtenrate in Deutschland von unter 1,4 Kindern pro Frau in vollem Gange.
Die Kultur der Sprache, der Künste, der Wissenschaften löst sich auf und wird durch eine Unterhaltungsindurstrie und hier besonders durch das Fernsehen ersetzt.
Traditionen, die weit besser waren als die Formlosigkeit und Haltlosigkeit durch die sie abgelöst wurden, sind vergessen oder werden nur noch als Attrappen gelebt.
Auch Grausamkeit und Menschenverachtung nehmen zu. Im Krieg sind Frauen, Kinder und Alte, Nichtkombattanten insgesamt schon seit langem Zielscheibe der Tötungsmaschinerien.
Anstand, Sittlichkeit, Gehorsam und Verantwortung lösen sich auf, verlieren an Inhalt und Bedeutung.
Und wo ist Rettung?
Erziehung, Gesundheit, praktische Philosophie
Kann die Medizin missbraucht werden, ist sie ein zweischneidiges Schwert?
Eine Schneide wäre die Skalpellklinge des Arztes.
Die andere Schneide wäre das Schwert, die Waffe in der Hand des Kriegers, des Geheimdienstes, des Angreifers, wie auch des Beschützers.
Allerdings ist der Angreifer ein Beschützer, zumindest in seiner eigenen Darstellung. So wie der Sieger vor der Geschichte oft der Gerechte und Gerechtfertigte ist und der Verlierer der Ungerechte, der Verbrecher und Schurke.
Ethik, Konvention muss davor schützen, dass Menschen die Medizin als Waffe erfahren. Medizin darf und muss ausschließlich ihre helfende Schneide einsetzen.
Erziehung, Leben, praktische Philosophie
Warum sind erfundene Geschichten so erfolgreich, so beliebt? Warum lesen oder sehen die Menschen nicht lieber ausschließlich realistische Darstellungen?
Ein möglicher Grund scheint mir, dass erfundene Geschichten, gleichnishafte Erzählungen, Phantasiebilder, zum Nachdenken anregen. Sie provozieren den Vergleich mit der Realität. Und über diesen Bezug auf das was wirklich ist, fördern sie das eigene Nachdenken über die Wirklichkeit.
Ein weiterer Erfolgsfaktor dürfte damit zusammen hängen. Es ist die vielfache Anwendbarkeit auf ganz unterschiedliche reale Situationen. Da die fiktive Darstellung sich nicht auf eine realistische Situatuation bezieht, ist sie vielseitig, an unterschiedlichen Orten, zu verschiedenen Zeiten, bedeutend. Das funktioniert, weil der Rezipient seine jeweilige Realität anhand der Fiktion in seiner Vorstellung selbst erzeugt. Das Hirn des Lesers oder Betrachters erzeugt die Aktualisierung und die Lokalisierung.
In die entgegengesetzte Richtung läuft allerdings der Eskapismus, die Wirklichkeitsflucht durch erfundene Darstellungen. Aber selbst diese ist eine, wenn auch negative, Auseinandersetzung mit dem was ist.