hundeleine

Heute sah ich in Würzburg einen Mann mit seinem Hund spazieren gehen. Der Hund war angeleint. Wenig später sah ich, dass der Hund aus dem Hundehalsband seiner Leine herausgeschlüpft war. Dem Mann war das bewußt und er hielt spielerisch das leere Hundehalsband vor den Hund.

So kann man natürlich auch der Anleinpflicht genügen. Der Hund ging an der Leine, das Band war aber so locker, dass er sich ohne Mühe von der Leine lösen konnte. Dem Herrn war das klar und er spielte damit.

Auch andere Pflichten, Gesetze, Vorschriften, Regeln und Gebote der Sittlichkeit werden so der Form nach scheinbar erfüllt und der Sache, dem Inhalt nach zu locker gehandhabt.

Denken wir an …

optimal

Was uns nicht umbringt, würde härter und stärker machen. Ja und nein. Es kommt auf den Grad der Belastung an.

Die Trainingslehre untersucht das wissenschaftlich. Übertrainiert wird der Sportler nicht stärker, sondern schwächer.

Vielleicht langweilig, aber bei der Hormesis, dem sich Feien gegen Widrigkeiten, entscheidet das rechte Mass.

leicht

Leicht sieht es aus, wenn einer seine Sache beherrscht. Fast so, dass man versucht wäre zu meinen, man könne das auch. Es sieht wirklich einfach aus, mühelos, selbstverständlich, routiniert, spielerisch und so, als mache es Spaß. 

Dementgegen wirkt die Beteuerung, das was man mache, sei höchst schwierig, äußerst kompliziert und erfordere höchstes Können, ganz und gar plump, ja es entsteht der Verdacht, man habe es nicht mit einem wirklichen Könner zu tun. Der, der die Schwierigkeiten seiner Arbeit so hervorkehrt, setzt sich dem Misstrauen aus, und ihm wird, bisweilen zu Recht, unterstellt, er beherrsche das Ding doch nicht so richtig. Vielleicht will er auch nur den Preis der Angelgenheit in die Höhe treiben, wenn er beständig versichert, wie schwierig, wie komplex und zeitaufwendig das alles ist.

Nietzsche ist in diesem Sinn der Philosoph der Leichtigkeit, der Kraft, des Lachens und des Tanzes. Der Wille zur Macht lässt das Schwere, das Schwache, das Müde und Bemühte hinter und unter sich.

100 meter

Wie beim Hundermeterlauf, so gibt es bei jedem Wettkampf und Wettbewerb zwei Methoden um besser zu sein als die anderen. 

Einmal gibt es den fairen Weg durch hervorragende eigene Leistung die anderen zu überbieten.

Andererseits existiert auch der unfaire Weg. Einmal liegt der darin den anderen zu schaden. Des weiteren ist es ebenso unfair durch unlautere Mittel die eigene Leistung zu steigern.

test

Tests und Prüfungen sind nicht sehr beliebt. Man muss sich vorbereiten. Das ist anstrengend und kostet Überwindung. Die Anstrengung wird mitunter aufgeschoben. Vor der Prüfung steigt die Aufregung …

Aber Prüfungen haben einen entscheidenden Nutzen. Der Geprüfte hat seine Fähigkeit bewiesen.

Und jemand der diesem geprüften Menschen vertrauen muss, hat mehr Zuversicht, hat mehr Gewissheit über dessen Qualifikation. 

In Bereichen besonderer Verantwortung, wie der Medizin oder dem Rechtswesen, sind staatliche Prüfungen, Staatsexamina vorgesehen.

Was aber macht eine Prüfung aus, die diesen Namen verdient.

Unter anderem ist es eine Durchfallquote. Eine Prüfung, die jeder besteht, ist so gut wie gar keine Prüfung. Prüfungen erfüllen erst dann ihren eigentlichen Sinn, wenn sie nicht jeder, der zugelassen ist, besteht.

Weitere Eigenschaften guter Prüfungen sind Objektivität und Sachbezogenheit.

Nicht subjektive Vorlieben der Prüfer dürfen entscheiden, sondern die sachliche Bewertung der Leistungen und Fähigkeiten der Prüflinge. Am besten erfolgt die Bewertung der Prüfungsleistung blind, ohne dass der Prüfer weiß welche Person hinter dieser Leistung steht.

Die Sachbezogenheit einer Prüfung ist ebenso wichtig. Man sollte genau überlegen, was geprüft wird, damit die Prüflinge für ihre angestrebte Tätigkeit richtig ausgewählt, richtig selektiert werden können.

regelmäßig

Einfache, regelmäßige Tätigkeiten zeigen oft erstaunliche Resultate.

Vielleicht hat Ernst Jünger auch durch sein morgendliches, kaltes Bad ein so hohes Alter erreicht.

Sport und geistige Fähigkeiten verlangen beständiges, ausdauerndes Üben. Imgleichen ist es bei der Musik.

Große Berge werden mit kleinen Schritten bestiegen. Und wer erst einmal den Anfang geschafft hat, der geht oft ohne Mühe weiter.