Religion, Wissenschaft
Zwei geistige Haltungen haben enormen Einfluss auf die Welt.
Die eine Haltung ist die religiös, weltanschauliche, die andere und jüngere Haltung ist die wissenschaftlich, technische.
Weltanschauungen und Wissenschaft bestehen nebeneinander.
Beide Strömungen könne Berge versetzen. Aber nur Religionen und Weltanschauungen treiben zu Kriegen. Die wissenschaftliche Technik stellt zum Krieg furchtbare Mittel zur Verfügung, über deren Anwendung allerdings die Ideologien entscheiden.
Grund und Anlass zum Krieg bildet immer etwas Religiöses und Weltanschauliches, nie etwas Technisches und Wissenschaftliches.
Erziehung, Leben
Marcel Reich–Ranicki habe ich führer in der FAZ immer gerne gelesen und mich über jeden Artikel gefreut.
Seine TV-Shows fand ich dann eher idiosynkratisch und in letzter Zeit, seit einigen Jahren, habe ich ohnehin wieder ganz auf den Fernseher verzichtet.
In der FAZ können aber Leser dem hochbetagten Kritiker Fragen stellen und er antwortet darauf teils recht launig. Auf die Frage, warum er so gut schreibe, antwortet er, dass er sich sehr viel Mühe gebe.
Das ist der wesentliche Punkt. Wer meint, das Schreiben sei leicht und keine besondere Anstrengung, sollte gar nicht erst anfangen.
Platon fasste den ersten Satz der Politeia in zahllosen Varianten ab. Und Cicero verglich schreiben mit sterben – scribens est mortuus.
Chandler schloss sich in seinem Zimmer ein und rollte sich auf dem Boden und viele andere gingen auch in Klausur. Luther wurde auf der Wartburg sogar vom Leibhaftigen besucht während er schrieb.
praktische Philosophie
Deutschland 2
Steuerquote für jeden und jedes Einkommen 20 %
Höchsteinkommen 200 mal das Durchschnittseinkommen
Mindeseinkommen 1/2 mal das Durchschnitteinkommen
Arbeitspflicht für alle
Bezahlung der Erziehungsarbeit und Hausarbeit nach Zahl der Kinder und vorherigem Einkommen
Strenges und einfaches Rechtssystem
Gefängnisinsassen tragen vollständig die Kosten ihrer „Unterbringung“
Wettbewerb um führende Arbeitskräfte am internationalen Arbeitsmarkt
Wahlrecht für alle, auch für Kinder, hier treuhänderisch ausgeübt von den Eltern
Kein totalitärer Kollektivismus und ebenso wenig ein individualistischer Atomismus
kunstwerke ak
pippilotta viktualia rullgardina krusmynta efraimsdotter långstrump:

praktische Philosophie
Soll man prinzipiell die Wahrheit sagen? Oder sind Unwahrheiten bisweilen erlaubt?
Bertrand Russell hat dazu eine kleine Episode beschrieben. Er fragt darin, ob man den Jägern bei einer Fuchsjagd sagen sollte, in welche Richtung man den Fuchs hat laufen sehen.
Die Beantwortung dieser Frage hängt wohl von der jeweiligen Einstellung zur Fuchsjagd ab.
Irreführungen, Ablenkungen von der Wahrheit und schlichte Lügen dienen bestimmten Interessen. Sie nützen dem der lügt und schaden dem, der belogen wird. So könnte eine Lüge im obigen Beispiel dem Fuchs nützen und den Jägern schaden.
Das gilt um so mehr für gesellschaftliche Unwahrheiten, für kollektive Lügen, für Ideologien und Verblendungen. Hier muss gefragt werden, wer wird wie belogen und zu wessen Nutzen.