praktische Philosophie
Wilfried Fritz Pareto, oder italienisch, Vilfredo Pareto, interpretierte die Geschichte der Menschen als Wechsel der herrschenden Eliten, als Fiedhof der führenden Gruppen.
Möchte man wirklich die Besten, die eigentliche Aristokratie, an der Spitze einer Gesellschaft wissen, so darf diese Elite nicht selbst ernannt sein und die Macht usurpieren, sondern sie muss sich bei Wahlen anderen konkurrierenden Eliten stellen. Und auch nach den Wahlen darf der Wettbewerb um die besten Lösungen nicht enden, vielmehr muss er fair und frei ausgetragen werden können. Das zeigt, dass wirkliche Demokratie eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingung dafür ist, dass die Besten herrschen und zwar kontrolliert, auf Zeit und der freien Konkurrenz ausgesetzt.
Wer dagegen, wie in einer Diktatur, die Opposition ausschaltet, zeigt Schwäche, traut sich nicht zu, im fairen Kampf zu siegen.
praktische Philosophie
In unserer Gymnasialzeit verwandten wir für den Aufsatz die folgenden Elemente:
• die Stoffsammlung,
• die Gliederung,
• den Entwurf und
• die Reinschrift mit
• der abschließenden Korrektur.
Das war sehr gut und weit besser als das bloße Drauflosschreiben, dem ich heute gelegentlich unter Zeitdruck nachgehe.
Schade, dass die Kunst des Aufsatzes, anders als in Frankreich, bei uns nicht gepflegt wird. Politiker und andere Eliten könnten zeigen, ob sie lediglich Sprachrohre sind, oder ob sie unter Prüfungsbedingungen selbst etwas zu sagen wüssten und dieses auch formal gut ausdrücken könnten.
Frankreich pflegt eine Kultur seiner Sprache von der Deutschland für sich profitieren könnte. Der soziale Rang wird dort nicht so sehr über Vermögen, Kleidung, gesellschaftliche Kontakte als über das sprachliche Niveau bestimmt. Auch England differenziert die sozialen Klassen über die Sprachkompetenz.