praktische Philosophie, Wissenschaft
Vieles wird dem Übernatürlichen, dem wirklichen Wunder zugeschrieben. Ich denke es handelt sich bei diesen Phänomenen um natürliche Erscheinungen. Wir verstehen diese lediglich (noch) unzureichend. Das Unbegreifliche befremdet zu Recht, darf deswegen aber nicht zu etwas Supranaturalem erklärt werden. Dadurch würden sich die Anstrengungen hin zu einer natürlichen Erklärung abschwächen und zum anderen würde sich das Tor für haltlose Phantasien über Transzendentes öffnen.
Es ist eine Entscheidung zu Gunsten der wissenschaftlichen Methode und gegen eine religiöse Mythologie, soviel diese auch die Kultur bereichern kann und in vielen Aspekten nicht durch Wissenschaft zu ersetzen ist.
praktische Philosophie
In Gefahren, im Wettstreit, im Kampf sollte uns nicht nur der Instinkt, die Intuition, das „Bauchgefühl“ leiten, aber ebensowenig sollten wir nur rational handeln, nur nachdenken.
Besonders in kritischen Situationen ist es entscheidend beide Seiten, die Intuition einerseits und die Vernunft andererseits zu verschmelzen.
praktische Philosophie
Herrn K.s Vater sagte oft: Am Anfang eines Kampfes verliert der, der am Ende siegt.
praktische Philosophie
Kann man erkennen, wenn jemand blufft? Das mag beim Kartenspielen, bei einer Prüfung oder in einem geselligen Gespräch sein.
Der Bluffer spielt eine Stärke vor, die er nicht hat. Er zeigt sich beeindruckend und dabei unterläuft ihm meist der Fehler, der ihn durchschaubar macht: er übertreibt, er überkompensiert.
Ganz überzeugend ist dagegen der Metabluffer, der Hochstapler, der sich natürlich, ein wenig unsicher und nur im Grunde, fundamental sozusagen, selbstsicher darstellt. Er spielt nicht Stärke, sondern die leichte Unsicherheit und Natürlichkeit eines genuin Selbstgewissen. Dieser Über-Hochstapler vermeidet nichts so sehr wie den gewöhnlichen Bluff, nichts nutzt er weniger als die Überkompensation.
Erziehung
Scene im Kinderzimmer, Klaus und Anna spielen mit einer Ritterburg von Playmobil.
Klaus: Willst du bei denen mitspielen, die gewinnen oder bei denen die verlieren?
Anna: Bei denen die gewinnen.
Klaus: Aber es werden die Bösen gewinnen, die werden die Guten mit ihren Beilen tot hacken. Die Räuber werden gewinnen und die Ritter verlieren.
Anna: Dann spiel ich bei den Räubern mit.
Aus dem Hintergrund ertönt ein Stimme: Hier offenbart sich schon im kindlichen Spiel die grundlegende moralische Aporie, welch schreckliche und frühe Einsicht.