Religion, Wissenschaft
Isaac Newton gilt als einer der größten Naturwissenschaftler. Und doch ist gleichzeitig sein Schrifttum zu religiösen Themen äußerst umfangreich. Er betrieb ausgedehnte Studien, unter anderem zu den Kirchenvätern.
Die Faszination des Religiösen und das Erstaunen über die physikalische Natur scheinen hier zusammen zu gehen.
praktische Philosophie
Kritik ist notwendig, weil in vielen Fällen berechtigt.
Sie hat aber auch prinzipielle Nachteile. Der Kritiker masst sich einen höheren Standpunkt an, eine bessere Einsicht, eine überlegene Erkenntnis.
Das wirkt arrogant. Umgekehrt ist der Kritisierte möglicherweise gekränkt, verärgert, fühlt sich zu einer Rechtfertigung genötigt oder glaubt er müsse sich entschuldigen.
Bisweilen folgt auch auf die Kritik der Gegenangriff, die Retourkutsche, und der Streit beginnt.
Leben, praktische Philosophie
Das Schöne, Wahre und Gute gehören zusammen.
Die Schönheit ist in der Lebenswelt und in den Wissenschaften oft ein entscheidendes Kriterium, warum man einer Auffassung, oder einer Sache den Vorzug gibt.
Ein eleganter mathematischer Beweis ist kurz, klar und überzeugend.
Ein kräftiger, gesunder Baum ist schön.
Das Misslungene, Kranke, das Verfallene und das Vernachlässigte wirken oft weniger ästhetisch.
Und das Empfinden des Schönen ist nicht beliebig. Es wird auch nicht nur kulturell geprägt. Selbst Säuglinge aus verschiedenen Kulturen zeigen in ihrer Zuwendung zu beispielsweise schönen Gesichtern eine Übereinstimmung.
In der Entwicklungsgeschichte hat sich eine Anziehung als Schönheitssinn herausgebildet, die das Gesunde, Kraftvolle, oder Biopositive (Albert Schweitzer) bevorzugt. Umgekehrt dürfte sich ein Hang zum Verfallenden, zum Schwachen und Kranken weder genetisch, noch kulturell übertragen, lange halten. Auch dieser Hang zur Dekadenz ist selbst dem Untergang geweiht.
Religion
Wenn man, wie ich, davon ausgeht, dass die wahre Religion unser Leben im Universum ist, dann könnte zu dieser Art von Religionsverständnis eine sehr freie Form der Spiritualität gehören.
Diese Geistigkeit ist ein Gefühl für die Endlosigkeit und Komplexität unserer Welt. Wir befinden uns, wie die bekannte Metapher sagt, am Strand eines riesigen Ozeans und betrachten ein Sandkorn zwischen unseren Fingern.
Eine Intuition für den gesamten Strand, das Meer, den Himmel darüber und auch für das Treibgut, das angespült wird, weitet den Horizont.