Leben, Religion
Hohe Berge benötigen viel Zeit zu ihrer Besteigung und die meiste Zeit dürfte die Vorbereitung des eigentlichen Aufstiegs in Anspruch nehmen.
Wer nach langer Zeit drei Berge erklommen hat, dem lächelt ein gütiger Gott aus dem Himmel entgegen und der Besteiger, der kaum noch an ein Gelingen glaubte und sonst ein braver Atheist oder Agnostiker war, sieht Gott ins Gesicht und fragt nach, ob er es dann wirklich geschafft hat. Und er bekommt die Bestätigung, ja.
Dann hört er noch, es sei jetzt alles gut und erlöst und im Grunde vollendet. Und weil hier das Sichtbare und Zeichenhafte ein große Rolle spielt, solle er nicht mehr die Spitzen seines Haupthaares und Bartes schneiden.
Erziehung, Leben, Ökonomie, praktische Philosophie
Die Mitteilung wichtiger Ding muss so verständlich wie möglich sein.
Wenn es beispielsweise um so entscheidende Probleme wie die katastrophal niedrigen Geburtenraten in den entwickelten Industrieländern geht, sollte so verständlich und übersichtlich wie möglich argumentiert werden.
Was fördert das Verständnis?
- eine klare, übersichtliche und folgerichtige Gliederung des Textes
- aussagekräftige Überschriften
- bildhafte Darstellungen
- ein abwechslungsreicher, verständlicher, einprägsamer Sprachstil
- der Einsatz von Stielmitteln, wie Vergleiche, Bilder, Wiederholungen …, wenn sie dem Verständnis dienen
- Fremdwörter und Fachsprache vermeiden und wenn unvermeidlich, sofort erklären
- zuverlässige, klare, vollständige Angabe von Quellen, um die Überprüfbarkeit und Vertrauenswürdigkeit herzustellen
- Zusammenfassungen am Anfang, die dem Leser ermöglichen, zu entscheiden, ob der Inhalt ihn interessiert
Leben, Ökonomie
Um ein bestimmtes, erstrebtes Bild vor sich selbst und anderen zu erzeugen, wird manches erworben. Haus, Auto, Jacht, Jagd …
Der Konsum hat hier Zeichencharakter, er ist semiotisch. Es geht nicht allein um den Gebrauch der Sachen, auch wenn deren Hinweischarakter auf die gewünschten Merkmale wie Erfolg, Reichtum, Modernität, Tradition usw. hinterfragt, in Abrede gestellt würde.
Leben, praktische Philosophie
Das Schöne, Wahre und Gute gehören zusammen.
Die Schönheit ist in der Lebenswelt und in den Wissenschaften oft ein entscheidendes Kriterium, warum man einer Auffassung, oder einer Sache den Vorzug gibt.
Ein eleganter mathematischer Beweis ist kurz, klar und überzeugend.
Ein kräftiger, gesunder Baum ist schön.
Das Misslungene, Kranke, das Verfallene und das Vernachlässigte wirken oft weniger ästhetisch.
Und das Empfinden des Schönen ist nicht beliebig. Es wird auch nicht nur kulturell geprägt. Selbst Säuglinge aus verschiedenen Kulturen zeigen in ihrer Zuwendung zu beispielsweise schönen Gesichtern eine Übereinstimmung.
In der Entwicklungsgeschichte hat sich eine Anziehung als Schönheitssinn herausgebildet, die das Gesunde, Kraftvolle, oder Biopositive (Albert Schweitzer) bevorzugt. Umgekehrt dürfte sich ein Hang zum Verfallenden, zum Schwachen und Kranken weder genetisch, noch kulturell übertragen, lange halten. Auch dieser Hang zur Dekadenz ist selbst dem Untergang geweiht.
Leben, praktische Philosophie
Zeit hat nur eine Richtung. Wir können nur beständig in die Zukunft gehen.
Im Raum können wir uns vor und zurück bewegen, dagegen erlaubt die Zeit lediglich ein nach vorne, ein wieder zurück ist uns verwehrt.
Unsere Lebenswelt hat aber auch die Kontinuität von beidem, Raum und Zeit. „Sprünge“, das Auslassen bestimmter Intervalle, sind uns im Raum, wie in der Zeit nicht möglich. Lediglich unser bewusstes Erleben kann Auslassungen, Fehlstellen in der Raum- und Zeiterfahrung haben. Wir können schlafen, bewusstlos sein oder „black outs“ haben. Dennoch vergeht auch in diesen unbewußten Zeitabschnitten die Zeit und die Spuren davon sind fassbar. Zum Beispiel ist man nach 5 Jahren im Koma nicht nur um 5 Jahre älter, sondern auch durch die lange Inaktivität gezeichnet.
Staunen kann man, wie die Zeit verläuft und besonders kann man bisweilen oder auch häufig darüber erschrecken, dass Nichts wirklich rückgängig zu machen ist. Nichts ist zeitlich umkehrbar, Nichts kann ungeschehen gemacht werden.
Hier liegt auch der Grund zum Verständnis von Freiheit. Freiheit kann, bedingt durch unser Leben in der Zeit, nicht ein wirkliches Erfahren verschiedener Möglichkeiten sein. Lediglich in unserer geistigen Vorstellung über unsere zukünftigen Möglichkeiten können wir abwägen und frei entscheiden. Diese Wahl zwischen antizipierten Handlungen wird dann besonders als freie Entscheidung empfunden und somit als Freiheit, wenn wir unseren eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Neigungen in möglichst großem Umfange Rechnung tragen können.
Erziehung, Evolution, Leben, Religion
Unbedingter Respekt vor menschlichem Leben schwindet an den Enden. Gegenüber gerade gezeugtem Leben und gegenüber alten Menschen schwindet die Achtung, der Schutz und die Liebe.
Ich denke das ist eine verhängnisvolle Tendenz. Alte Menschen sollten nicht in Institutionen abgeschoben werden und Embryonen oder Feten dürfen nicht getötet werden. Aus diesem Grund, dem unbedingten und einschränkungslosen Schutz des ganz jungen, des ganz alten und des menschlichen Lebens überhaupt, sollten sich auch unnatürliche Empfängnismethoden verbieten. Weiterhin muss die Familie als natürlicher Entstehungsort des Lebens stärker respektiert, geschützt und unterstützt werden. Und die Familie sollte auch der natürliche und selbstverständliche Ort des Alterns und Sterbens sein.
Zugegeben, hier denke ich katholisch.
Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 52: Charta der Familienrechte
Instruktion Dignitas Personae über einige Fragen der Bioethik