unterhaltend

Unterhaltend zu sein ist an sich nicht schlecht. Shakespeare oder Homer sind unterhaltend, Lewis Carroll oder Gilbert Keith Chesterton sind es ebenso.

Aber man kann auch so unterhaltend sein wie die Werbepausen im Fernsehen oder wie TV-Entertainer.

innen, außen

Äußerlichkeiten werden in der Absicht gepflegt einen günstigeren Eindruck auch vom Inneren zu geben. So hilft schöne Kleidung über den nicht ganz so attraktiven Körper hinweg und Zeichen des Wohlstandes, Statussymbole, sollen den Eindruck von Vermögen erzeugen, das so nicht vorhanden ist. Gefärbte Haare, geliftete Haut, vorzugsweise im Gesicht, vermitteln Jugendlichkeit, wenn diese innerlich schwindet.

All diese Bemühungen sind kontraproduktiv, wenn, und das ist oft der Fall, die Diskrepanz zwischen Innen und Außen bemerkt wird. Der auf jung getrimmte ältere Mensch wirkt absurd und lenkt durch seine vergeblichen Bemühungen die Aufmerksamkeit gerade auf sein Alter. Der beruflich nicht Erfolgreiche macht durch ostentative Symbole des materiellen Erfolges auf das mitunter Verzweifelte seiner Lage noch mehr aufmerksam. 

Zudem zeigt der äußerlich bemühte Mensch, dass er sein Inneres, das er zu verbergen sucht und über das er täuschen möchte, nicht für angemessen und wertvoll hält.  Der Blender hat ein schlechtes Selbstwertgefühl.

Und dann kommt noch die Angst vor der Entdeckung, die unfrei macht.

Das Innere „authentisch“ nach Außen gekehrt ist nicht die richtige Alternative.

Das was nach Außen getragen wird, sei es durch Lebensführung, Kleidung und Gestaltung sollte nicht alles offenbaren müssen, sondern es sollte frei von der Absicht sein einen günstigeren Eindruck zu erwecken. Es sollte ohne Effekt sein.

Die Wirtschaft lebt gut vom schönen Schein. Die Werbung zelebriert ihn und ist damit die heilige Messe einer imaginären Welt, in der scheinbar junge, kluge, ausgeglichene, wohlhabende, schöne … Menschen leben.

Die Mengen an Zeit und Geld, die für den äußeren Anschein aufgewendet werden, sind enorm. Die Bauwirtschaft, die Modeindustrie, die Kosmetik, Autohersteller … leben zu einem hohen Anteil von der Neigung mehr zu scheinen als zu sein.

Die Gegenbewegung, weniger Schein als Sein ist sympathischer und noch entspannter ist ein ausgeglichenes, nicht aber ungefiltertes Verhältnis von dem, was ist und dem was gezeigt wird.

gleichgewicht

überkorrekt – nachlässig : lässig

verkrampft – schlapp : locker

angepasst – rebellisch : selbstständig

vorlaut – duckmäuserisch : antwortend

aufgeplustert – eingesunken : aufrecht

dick – dürr : schlank

dumpf – aufgekratzt : konzentriert

egoistisch – selbstlos : goldene regel

Nicht alles folgt diesem Schema und manche dieser vorstehenden Beispiele mögen sogar etwas schief sein. Aber das Optimierungsproblem, das zwischen zwei oder noch mehr Polen eine Mischung sucht, die das beste Resultat bringt, dieses Optimierungsproblem, so nennt man es in der Mathematik, ist ein oft nützlicher Ansatz und führt über dichotomisches Denken hinaus.

überflüssig und schädlich

  • TV
  • Musikvideos
  • Zerstreuung und Reizüberflutung
  • Zigaretten …
  • Alkohol
  • Lifestyledrogen und Drogen überhaupt
  • Überernährung, zu viel und zu schlecht essen
  • Bürokratie
  • Prostitution
  • Militär, das nicht streng auf Verteidigung beschränkt ist
  • Berufsbeamtentum, die Schweiz hat es vorgemacht und das Beamtentum beseitigt. In der Schweiz wurde das Beamtenstatut 2001 auf Bundesebene mit dem Inkrafttreten des neuen Bundespersonalgesetzes abgeschafft. Die Bundesbediensteten sind seither mit wenigen Ausnahmen (etwa der Bundesrichter) Angestellte öffentlichen Rechts.
  • Steuerprogression, jeder sollte die gleiche Steuerquote haben (flat-rate)
  • Klerus, die ganzen Priesterkasten, wenn sie nicht produktiv arbeiten und von Tempel- oder Kirchensteuern leben. Dagegen der Apostel Paulus im zweiten Brief an die Thessalonicher [3,7-12].
  • Korruption
  • Kriminalität

kinderwahlrecht

Die Geburtenrate in fast allen Industrieländern ist viel zu niedrig. In Deutschland liegt sie bei unter 1,4 Kindern pro Frau.

Verschiedene gesellschaftliche und politische Maßnahmen werden diskutiert.

Grundlegender als Einzelmaßnahmen erscheint mir, dass Kinder, und damit auch Familien mit Kindern, mehr politisches Gewicht bekommen.

Das ist in einer Demokratie durch ein Wahlrecht für Kinder möglich. Die Ausübung erfolgt bis zur Volljährigkeit treuhänderisch durch die Erziehungsberechtigten.

Fraktionenübergreifend wurde 2004 von 46 Abgeordneten ein Antrag in den Bundestag eingebracht. Die Initiative wird auch von Ex-Bundespräsident Roman Herzog unterstützt.

Pro Argumente sind:

  • die zu niedrige Geburtenrate
  • Gesellschaft muss kinderfreundlicher werden
  • Politik schiebt Probleme, z.B. die Staatsverschuldung, auf kommende Generationen
  • ca. 20% des Volkes hat keinen Einfluss auf die Ausübung der Staatsgewalt
  • Überalterung der Gesellschaft