praktische Philosophie
Soll man prinzipiell die Wahrheit sagen? Oder sind Unwahrheiten bisweilen erlaubt?
Bertrand Russell hat dazu eine kleine Episode beschrieben. Er fragt darin, ob man den Jägern bei einer Fuchsjagd sagen sollte, in welche Richtung man den Fuchs hat laufen sehen.
Die Beantwortung dieser Frage hängt wohl von der jeweiligen Einstellung zur Fuchsjagd ab.
Irreführungen, Ablenkungen von der Wahrheit und schlichte Lügen dienen bestimmten Interessen. Sie nützen dem der lügt und schaden dem, der belogen wird. So könnte eine Lüge im obigen Beispiel dem Fuchs nützen und den Jägern schaden.
Das gilt um so mehr für gesellschaftliche Unwahrheiten, für kollektive Lügen, für Ideologien und Verblendungen. Hier muss gefragt werden, wer wird wie belogen und zu wessen Nutzen.
praktische Philosophie
Imitate, so geht die Redensart, sind ein Kompliment für das Imitierte. Zugleich sind Nachahmungen aber auch peinlich.
Wer Jugendlichkeit kopieren oder mit Hilfe plastischer Chirurgie bestimmte Körpermerkmale herstellen lässt, ahmt etwas nach, ohne es wirklich zu erreichen.
Letztlich fallen alle diese Bemühungen hinter die Natürlichkeit zurück und sie zeigen mangelnden Selbstrespekt des Imitators, der sich nicht so akzeptiert, wie er ist.
Das Natürliche, Einfache und Authentische bleibt der Goldstandard. Dazu gehört auch eine Akzeptanz von Fehlern und Mängeln. Im Ganzen ist Natürlichkeit der Nachahmung einer vermeintlichen Perfektion weit überlegen.
Erziehung, Evolution, Leben, Ökonomie, praktische Philosophie
Viel weniger sind es, als noch vor 20 Jahren. In manchen, besonders den mitteldeutschen, Bundesländern hat sich die Zahl in diesem Zeitraum halbiert.
Das war aber im Grunde schon vor 6 Jahren abzusehen und in weiteren 6 Jahren wird es noch schlechter, da die Geburtenzahlen absolut weiter zurückgehen.
Die Frauen, gerade die intelligenten, leistungsfähigen und leistungsbereiten werden von ihrer Karriere beansprucht. Sie stehen, dank der Gleichberechtigung, in einem harten und kalten Wettbewerb mit den Männern. So opfert man die besten Jahre auf dem Altar des Kapitals, das sich über ein größeres und qualifizierteres Angebot an Arbeitkräften freut.
Die aussterbende Bevölkerung, die demographische Kapitulation der Industrieländer, sind den Wächtern und hohen Priestern der Profitraten gleichgültig. Sie sind im Wettbewerb zu kurzfristigen Erfolgen gezwungen. Würden sie anders denken, verschwänden sie als Opfer eines gnadenlosen Konkurrenzkampfes.
Eine persönliche, moralische Schuld ist hier nicht auszumachen. Es herrschen in der Tat Systemzwänge, die sich durch den internationalen Wettbewerb der Arbeitskräfte noch verstärken.
Also holt man, zu einer einschmeichelnden Begleitmusik von Gleichberechtigung und Emanzipation, die tüchtigsten Frauen in den Arbeitsmarkt und trocknet somit die Quelle eines klugen und starken Nachwuchses aus.
Die Politik ist jetzt noch williger Erfüllungsgehilfe der wirklich Mächtigen.
Eine Lösung des Problems könnte in einer nicht nur scheinbaren Volksherrschaft, einer echten Demokratie bestehen, im Gegensatz zur gegenwärtigen Herrschaft des Kapitals (gr. Δημοκρατία, von δήμος [démos], „Volk“, und κρατία [kratía], „Herrschaft“ – nach Wikipedia). Zur echten Demokratie gehört auch das Kinderwahlrecht, denn Kinder sind ein Teil des Volkes, bezogen auf die weitere Zukunft sogar der wichtigste.
Wie lange aber wird man aussterbende Länder zu Gunsten des Profites einiger Weniger hinnehmen?
Wann werden sich die Menschen von einer Fessel befreien, die zum biologischen, demographischen und sozialen Verfall führt?
Erziehung, Evolution, Gesundheit, Leben, praktische Philosophie
Der Verfall setzt oft schleichend ein, leise und dadurch unbemerkt oder zumindest unterschätzt. Läßt man den Anfängen gewähren, kann es schnell bergab gehen, moralisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich, intellektuell und biologisch.
Wir benötigen ein scharfes Sensorium für das Böse.
Es sollte schon in Spuren deutlich von unserem feinen Geschmack bemerkt werden.
Und wir sollten uns nach oben bewegen, um noch sicherer zu sein vor einer schiefen Bahn in die falsch Richtung, nach unten.
Somit ist das Bestreben hin zu mehr Kraft, Gesundheit, Reinheit, Geist, Spiritualität und Wissen, zu Schönheit, Einfachheit und Klarheit. Das Ziel ist immer der Sieg der höheren Kräfte.
praktische Philosophie, recht
Unrecht, ja selbst unsittliches Verhalten, das keinen Verstoß gegen geltendes Recht bedeutet, ist aus mehreren Gründen abzulehnen.
Ein wenig beachteter Aspekt ist, dass sittenwidriges und rechtswidriges Verhalten kompliziert ist. Es besitzt nicht die einfache, schlichte Schönheit des Guten.