Erziehung
Der moderne, der „letzte Mensch“, möchte nicht mehr leiden, er möchte auch dann nicht leiden, wenn höhere Ziele nur unter Opfern erreichbar sind. Anstrengungen, harte Arbeit, Lernen, Üben, Durchhalten sind nicht seine Sache. Erwartet wird sofortige, mühelose Befriedigung aller Bedürfnisse und die werbende Medienwelt gaukelt die Verwirklichung dieses Wunsches vor. Drogen, Medikament und arbeitslose Einkommen helfen ebenso. Auch die Kunst, besonders die bildenden Künste glorifizieren gegenwärtig den mühelosen Dilletantismus.
Demgegenüber ist sogar eine Verselbstständigung und Exstase des Opfers im Christentum und das Märtyrer- und Asketentum in vielen Religionen höher zu werten.
Noch besser ist allerdings die Übung, Mühen zu tragen, in der Erwartung einen höheren Nutzen, der die Opfer überwiegt, zu erzielen.
Ökonomie
Die Aufblähung der Geldmenge, die Inflation, in der Krise der Staatsfinanzen wird kluger Weise von den USA in der Geldmenge M3 gar nicht mehr bekannt gegeben.
Aber die steigende Menge an Geld durch niedrige Zinsen der Notenbanken, Geld ist billig, wenn Kredite niedrig verzinst werden müssen, erregt Besorgnis.
Zurecht, denn Schulden machen ist für Politiker bequemer, als die Produktion realer Güter und Dienstleistungen zu steigern und zu verbessern. Die Konsumtion in Form von Wohlfahrtsstaat und Krieg wird der Produktion vorgezogen.
Gesundheit
Alles was uns nicht umbringt und härter, stärker, schneller, reicher, schöner, gelenkiger macht.
Evolution, Leben, Ökonomie
Die Kanzlerin stellt auf einmal fest, das Land habe Jahrzehnte über seine Verhältnisse gelebt. Jetzt müsse die nächsten Wochen geschaut werden, wo und wie man drastisch sparen könne.
Weil Deutschland jahrzehntelang über seine Verhältnisse gelebt habe, laute die zentrale Frage der nächsten Wochen: „Wo können wir sparen?“ [Welt Online vom 14.5.2010]
Ja du liebe Zeit, hat man die Staatsschulden nicht all die Jahrzehnte genauestens gekannt?
Aber was noch viel, viel schwerer wiegt, man weiß auch von der demographischen Katastrophe der Industrieländer allgemein und dieses Landes insbesondere. Und in 10 bis 20 Jahren wird dann auch wieder eine Kanzlerin oder ein Kanzler dem Volk mitteilen, dass jahrzehntelang zu wenig Kinder geboren, gut erzogen und ausgebildet wurden und dass dadurch eine noch nie da gewesene Krise unseres Landes entstanden sei.
Nur ist auch jetzt schon seit langem, seit Jahrzehnten sozusagen, klar, die Frauen bekommen zu wenig Kinder und die stärksten und klügsten bekommen die wenigsten, statistisch gesehen. Effektiv wird dagegen nichts unternommen.
Man müsste den Frauen als Mütter eine bessere Karriere bieten. Meine Forderung wäre es, den Frauen die Kinder kriegen und groß ziehen das Gehalt zu zahlen, das sie in ihrem Beruf verdienen würden plus 10% beim ersten, 20% beim zweiten, 30% beim dritten Kind und so fort, zudem alle möglichen Vergünstigungen wie Rentenansprüche, Wiedereinstieg in den erlernten Beruf wenn die Kinder aus dem Haus sind … Zugleich müsste, um das demokratische Gewicht der Familien zu erhöhen, das Kinderwahlrecht eingeführt werden.
Als Zielgröße würden für Akademikerinnen drei und mehr Kinder gelten.
Aber die Mutterschaft wird zugunsten der Berufstätigkeit hintangestellt und die künftigen Generationen werden dem Profit des Finanzkapitals geopfert.
praktische Philosophie
Versager, Enttäuschte, Gescheiterte neigen eher einer moralischen, politischen, kulturellen Protesthaltung zu.
Einmal mögen sie verständlicher weise die Verhältnisse nicht, in denen sie erfolglos sind. Zum anderen können sie so die Schuld im System finden und müssen nicht bei sich selbst suchen.
Aber das System ist zäh und weit schwerer beweglich und veränderbar als ein Individuum.