glück

Es entsteht besonders durch das Meistern von Problemen. Im Überwinden von Widerständen finden die Menschen Genugtuung. Dabei üben und steigern sie ihre Kräfte und sind nachher noch Größerem gewachsen. Im Gesellschaftlichen, aus dem sich die Menschen weder lösen können, noch dürfen, ist das eigene Glück nicht direkt, sondern durch das Glück der Anderen zu erlangen, eine intentio obliqua.

So ist auch der pekuniäre Gewinn, nach dem unser Handeln strebt, nicht so gut direkt zu erzielen, wie durch das Bestreben, die Mitmenschen glücklich zu machen. Wer unglaublich gute Waren und Dienste offeriert, muss sich um sein Auskommen nicht sorgen.

zuhören

Zuhören ist um Vieles interessanter, als selbst vorzutragen. Zwar stammt der Topos über die Verfertigung der Gedanken beim Sprechen von Kleist und wir dürfen mit der richtigen Betrachtung dieses früh durch die eigene Hand aus dem Leben geschiedenen auch von der Schöpfung und Kreativität beim Selber-Hervorbringen der Rede ausgehen. Aber wer wirklich eine Verbindung zu Anderen herstellt und diese versteht, erfährt mehr Neues und selbst Unerfahrenes.

verständlich

Gute Schriftsteller wollen nicht bewundert, sondern verstanden werden. Ein gleich lautendes Nietzschezitat habe ich als Textbeispiel in einem Schreibprogramm für Mac OS X gelesen.

Peter Sloterdijk, eine bekennender Verehrer Nietzsches, sollte sich danach richten. Seine Wortaufspreizungen erzeugen möglicherweise Bewunderung bei einem philosophisch gebildeten Publikum. Sie führen aber weniger zum Verständnis neuer Inhalte. Wenn man ein Buch dieses Autors liest, kann man die Frage, was man daraus gelernt hat, kaum beantworten.

Wie anders schreiben Friedrich Nietzsche oder Karl Raimund Popper.

sucht

Was ist eine Sucht? Eine Sucht ist zunächst eine Gewohnheit von der man nicht leicht lassen kann. Sie ist gegenüber anderen Gewohnheit durch den Schaden, den sie anrichtet, gekennzeichnet. Dieser Schaden muss den Vorteil der Gewohnheit überwiegen.

Zumeist nimmt der Schaden im Laufe der Zeit bei einer Sucht zu. Und nicht wenige Arten der Sucht, wie Sexsucht, Drogensucht, Fresssucht oder Spielsucht, richten die Menschen zu Grunde. Eine Sucht lediglich als Angewohnheit zu charakterisieren, verkennt ihre schädliche Wirkung, ihren überwiegend negativen Charakter.

Das menschliche Leid, der Verlust an Würde durch Süchte ist unermesslich. Die Gleichgültigkeit, das gelassen Zuschauen unserer Gemeinschaft gegenüber Suchtverhalten, ist völlig unverständlich. Ein radikales Durchgreifen zugunsten der Süchtigen und gegen alle, die an der Sucht verdienen ist notwendig. Das gilt auch für den Alkoholismus.

arithmetik

Theologische Zahlentheorie erscheint unsinnig, denn Gott eine Zahl zuordnen zu wollen, entstammt menschlichen Verhältnissen, die unzulässig in die Rede von Gott übertragen werden.

Gott ist weder viele, noch einer, noch sind drei Personen, wie in der Trinitätslehre, in einem Gott zusammen.

All diese Reden des Polytheismus, des Monotheismus und der Dreieinigkeitslehre gehen an der Realität vorbei. In Wirklichkeit ist Gott jenseits einer Zählbarkeit. Theologische Arithmetik ergibt keinen Sinn.