praktische Philosophie
In einer wesentlich repräsentativen Demokratie übernimmt eine Regierung die Staatsgeschäfte und nicht das Volk. So herrscht nicht das Volk selbst (δήμος = Volk), sondern eine sozusagen gewählte Aristokratie. Und diese muss sich zumindest bei Wahlen messen lassen an alternativen Gruppen, den oppositionellen Parteien, Vereinigungen etc..
Einer Diktatur bleibt dieses Kräftemessen nach formalen Regeln erspart, sie muss sich nicht im Wettbewerb um die besseren politischen Lösungen beweisen. Wenn eine Diktatur zunächst mächtig und stark erscheint, so ist sie tatsächlich aus diesem Grunde wesentlich schwach und schwächer als eine Demokratie in der die herrschende Regierung immer den Wettstreit gegen die Opposition bestehen muss.
Wer somit eine wirklich starke Regierung will, muss eine echte Demokratie wollen, mit Verfassung, mit Rechtsstaatlichkeit, mit starken Oppositionen, mit wirklicher Meinungsfreiheit und der Möglichkeit offener Diskussion.
praktische Philosophie
Über die Wirklichkeit äußern sich die Menschen durch Zeichen und Sprachen. Diese Zeichen beziehen sich auf reale und weniger reale Sachen.
Das reicht von den menschheits- und individualgeschichtlichen Anfängen des Sprechens bis zur höheren Mathematik und den Sprachen der Natur-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaften.
Diese Zeichensysteme mit ihrem Bezug auf die Realität sind selbst wiederum ein Teil der Wirklichkeit.
Ein Dualismus, oder wie Popper vorschlägt, eine Teilung in drei Welten, erscheint nicht nötig. Es geht einfacher durch eine einzige Realität zu der Sprachen, Zeichen und auch Bewusstsein dazugehören.
Das Absolute ist dann nicht so sehr und vorwiegend durch die Rede davon gegeben, sondern durch die gesamte Wirklichkeit zu der diese unterschiedlichen Reden vom Absoluten, vom Ganzen in den verschiedenen Religionen, Weltanschauungen und Wissenschaften selbst als winzige Teilmengen gehören.
Wer sich darüber ins Klare setzt wird bescheiden, tolerant und skeptisch.
Ökonomie, praktische Philosophie
„Zweitens muss es eine Aufsicht über die Aufsicht geben, die dafür sorgt, dass sich die Regeln mindestens europaweit wettbewerbsneutral umgesetzt werden. [Beatrice Weder di Mauro, eine der fünf deutschen Wirtschaftsweisen im Handelsblatt 12.11.08]“
Eine Aufsicht der Aufsicht, und wer kontrolliert die Aufsicht der Aufsicht? Und so fort …
Das wird zu einem unendlichen Regress der Kontrollinstanzen. Hier liegt gewiss keine Rettung, lediglich ein Wuchern der Bürokratie, 22 Schiedsrichter und Oberschiedsrichter und Oberoberschiedsrichter usw. und nur noch 2 Spieler auf dem Feld.
Was hilft ist vielmehr Transparenz, wirkliche Öffentlichkeit. Dadurch wird jedem die Möglichkeit gegeben zu kontrollieren.
Im Prinzip und der Möglichkeit nach sind dann alle Kontrolleure, der Regress ist vermieden, die Öffentlichkeit in entscheidenden Bereichen, wie der Wirtschaft, hergestellt.
Erziehung, Ökonomie, praktische Philosophie
Leicht sieht es aus, wenn einer seine Sache beherrscht. Fast so, dass man versucht wäre zu meinen, man könne das auch. Es sieht wirklich einfach aus, mühelos, selbstverständlich, routiniert, spielerisch und so, als mache es Spaß.
Dementgegen wirkt die Beteuerung, das was man mache, sei höchst schwierig, äußerst kompliziert und erfordere höchstes Können, ganz und gar plump, ja es entsteht der Verdacht, man habe es nicht mit einem wirklichen Könner zu tun. Der, der die Schwierigkeiten seiner Arbeit so hervorkehrt, setzt sich dem Misstrauen aus, und ihm wird, bisweilen zu Recht, unterstellt, er beherrsche das Ding doch nicht so richtig. Vielleicht will er auch nur den Preis der Angelgenheit in die Höhe treiben, wenn er beständig versichert, wie schwierig, wie komplex und zeitaufwendig das alles ist.
Nietzsche ist in diesem Sinn der Philosoph der Leichtigkeit, der Kraft, des Lachens und des Tanzes. Der Wille zur Macht lässt das Schwere, das Schwache, das Müde und Bemühte hinter und unter sich.