volksmusik

Schlager, Pop, Rock, R&B … insgesamt alle Richtungen der modernen Unterhaltungsmusik und Massenkultur finde ich schwer erträglich.

Warum gibt es keine Pflege und Wiederbelebung der Volkslieder? Warum wird das Brauchtum nicht bewahrt und modernisiert, der Volkstanz, die Volksmusik, der sprachliche Dialekt und die einheimische Tracht?

Gut, ich glaube, dass die Vermarktungsinteressen einer globalisierten Lifestyle-Industrie dagegen stehen. Jeder soll überall auf der Welt die gleiche Musik hören, dieselbe Kleidung tragen und die gleiche Sprache – Englisch – sprechen.

Außerdem sollen die Modeströmungen beständig wechseln. Die neue Mode schafft neuen Absatz. Jeder will das Neueste haben und soll es kaufen. Man schaut auf das gerade Angesagte, macht die neuesten Trends mit und lässt sich mitreißen wie ein Lemming in die globalisierte Entmündigung und Ausnutzung der Konsumenten durch das Finanzkapital. Zu Konsumenten und Arbeitskräften lassen sich die Menschen auf diese Weise reduzieren und leisten dagegen erstaunlich wenig Widerstand.

Was aber, wenn, im Vergleich mit der modischen Unterhaltungsmusik, viel bessere und seit Jahrhunderten bekannte Volkslieder gepflegt würden? Ja, was wäre, wenn sich die Menschen nicht nur vorwiegend berieseln lassen würden, sondern selbst in stärkerem Maße produktiv wären, wenn sie selbst singen, musizieren, vielleicht sogar komponieren und dichten würden?

Was, wenn das Ganze in die alte, bestehende, jeweilige, regionale Kultur hinein passt, wenn es altes und ältestes Brauchtum aufnehmen würde?

gesund

Von Platons Politeia habe ich das Diktum in Erinnerung, ein Kranker möge schnell gesund werden, oder schnell sterben.

Verächtlich spricht er von Menschen, die ihre Krankheiten pflegen, zu endlosen Behandlungen und Kuren ihre Zuflucht nehmen und weder gesunden, noch sterben können.

Der griechische Philosoph war hart.

unkritisch

Im ersten Gang ist es ratsam unkritisch einen Text zu lesen und eher zu glauben, als zu zweifeln, mehr zu verstehen, als zu widersprechen.

Von Gottfried Wilhelm Leibniz schreibt Bertrand Russell in seiner Schrift A History of Western Philosophy (1945), Leibniz habe zunächst alles was ihm vorgetragen wurde für vernünftig gehalten, jedem Autor habe er zunächst Glauben geschenkt. Und wenn das Leibniz tat, dann würde es uns kleineren Geistern auch nicht schlecht anstehen.

Ein Kritiker überhebt sich schnell, er nimmt einen vermeidlich höheren Standpunkt ein, plustert sich auf, ohne häufig die Sache, die er besser zu wissen vorgibt, auch nur in den einfachsten Formen zu begreifen.

prompt

Eine prompte Pflichterfüllung schafft Zufriedenheit. Prompt heißt nicht nur pünktlich zum Termin, sondern sobald als irgend möglich.

Beispielsweise kann eine Rechnung zur Fälligkeit in zwei oder vier Wochen gezahlt werden, oder sofort nach Erhalt und zügiger Prüfung. Hausaufgaben können unmittelbar nach Unterrichtsende gemacht werden, oder aber auf den letzten Drücker spät abends und noch schlechter am Morgen vor dem Schulunterricht.

Die prompte Erledigung befreit von dem Gedanken an eine noch zu erfüllende Pflicht, die Erleichterung ist beachtlich und man schafft sich einen Sicherheitsabstand für mögliche Zwischenfälle. Denn wenn man alles bis zum letzten Moment aufschiebt und dann zum Schluss noch etwas dazwischen kommt, wird es eng und man benötigt einen Kraftakt um es überhaupt noch zu schaffen, oder aber es gelingt nicht mehr zum Termin und man wird säumig.

Die prompte Pflichterfüllung senkt auch das Risiko, etwas zu vergessen.

Somit ist es eine Frage der Lebensklugheit, des guten Stils und der Vorbildfunktion für alle mit erzieherischen Aufgaben, die Dinge prompt und nicht nur pünktlich und fristgemäß zu erledigen.

Lehrer an Schulen oder Hochschulen, Eltern, überhaupt alle Autoritätspersonen sollten konsequent in dieser Hinsicht sein. Das muss man von ihnen erwarten können.

Die Wirklichkeit zeigt leider nur zu oft ein gegenteiliges Verhalten. Man schiebt Arbeiten auf, erledigt sie gar nicht, oder unvollständig, oder schludert es lieblos hin.

Eine Erneuerung beginnt nicht in großen Reden oder Reformentwürfen, auch erwarte ich keine positive Veränderung durch Ideologien, Weltanschauungen oder auch Religionen.

Der Weg zum Besseren führt über kleine konkrete Schritte. Die prompte Erledigung von Aufgaben und Pflichten könnte einer dieser kleinen Schritte sein.

rationale ethik

Eine rational begründete Moral ist gefährlich.

Immer lassen sich Gründe und Argumente gegen ein sittliches Gebot finden. Die Spitzfindigkeiten nehmen kein Ende.

Die Sofisten spüren Schleichwege auf, um an unbequemen Haltungen und Konsequenzen vorbei zu lavieren.

Man redet sich sozusagen heraus und macht es sich bequem in willkürlichen Argumentationsfetzen.

Was könnte man dagegen anführen?

  • einmal die Religion, eine religiöse Haltung
  • die Tradition, das Bewährte, das allerdings auch heute bestehen können muss
  • die Ästhetik, das Schöne, bietet auch moralische und außerrationale Kriterien